Linguistique de l’écrit

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Livre | Chapitre

215623

Handlungstheorie und Systemtheorie

Niklas Luhmann

pp. 50-66

Résumé

Etikettierte Theorien haben es leichter. Sie vermitteln schon durch die Bezeichnung den Eindruck von Einheit und Geschlossenheit. Sie bieten einen Standpunkt, von dem aus man sich, wenn nicht über die eigene, so doch über andere Theorien äußern kann. Ist die Bezeichnung einmal durchgesetzt, und dazu genügt bei offenem Pluralismus eine ausreichende Zahl von Publikationen, die das Etikett in Anspruch nehmen, kann die Theorie als bekannt und als konkurrierfähig vorausgesetzt werden. Andere Theorien können dann abgefertigt werden mit der Feststellung, daß sie die für die jeweils eigene Theorie in Anspruch genommene Leistung nicht erbringen: Sie können den Prozeß der Abschöpfung des Mehrwertes nicht erklären. Sie haben keinen Platz für Reflexion. Sie tragen der subjektiven Motivation des Handelnden nicht hinreichend Rechnung. Sie argumentieren nicht modern genug sondern alteuropäisch.

Détails de la publication

Publié dans:

Luhmann Niklas (1981) Soziologische Aufklärung 3: Soziales System, Gesellschaft, Organisation. Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.

Pages: 50-66

DOI: 10.1007/978-3-663-01340-2_4

Citation complète:

Luhmann Niklas, 1981, Handlungstheorie und Systemtheorie. In N. Luhmann Soziologische Aufklärung 3 (50-66). Wiesbaden, Verlag für Sozialwissenschaften.